Das Qi


Qi ist Lebenskraft und Antriebskraft. Diese Energie hält uns am Leben. Wir können sie selbst produzieren durch

  unsere Atmung und Nahrungsaufnahme. Je mehr wir von diesem Qi selbst produzieren und umso besser dieses Qi ist, umso weniger verbrauchen wir von unserer angeborenen Energie (Vor-Himmels-Qi) an und umso länger leben wir. 

 

Es gibt verschiedenen Formen des Qi. Zur Veranschaulichung hier ein paar Beispiele:

 

Nahrungs-Qi: 

Es ist die extrahierte Energie aus der Nahrung. Es ist essentiell für die Bildung anderer Qi-Formen 

und des Blutes und somit der Versorgung des Organismus durch das Nähr-Qi. 

Nähr-Qi: 

Es zirkuliert in den Meridianen und nährt diese und somit auch die Organe.

Abwehr-Qi: 

Es zirkuliert in der Schicht zwischen Haut und Muskeln. 

Das Wei-Qi hat die Aufgabe Krankheiten abzuwehren und den Körper zu wärmen.

Yin und Yang


In der chinesischen Medizin wird alles in Bezug zueinander gesehen und ergänzt sich gegenseitig. Yin und Yang sind ein Ganzes. Sie sind zwar Gegensätze, aber in jedem Yang ist auch ein Yin und in jedem Yin ist auch ein Yang. 

Im Körper soll ein harmonisches Gleichgewicht zwischen den Beiden herrschen. Dies ist auch die Basis eines normal funktionierenden Organismus. 

Yin


Substanz, 

Formgebung, 

Hypoaktivität, 

Flüssigkeit,

Kälte, 

Ruhe, 

Blut, 

Nacht, 

Mond, 

Feuchtigkeit, 

Luft, 

Weiblichkeit

Yang


Energie, 

Funktion, 

Bewegung, 

Umwandlung, 

Hitze, 

Qi, 

Hyperaktivität, 

Tag, 

Sonne, 

Trockenheit, 

Erde


Die 5 Elemente - 5 Wandlungsphasen


Die TCM teilt nicht nur in Yin und Yang ein, sondern auch in die 5 Elemente:

Feuer, Erde, Metall, Wasser, Holz 

Jedem Element werden bestimmte Eigenschaften und Organe zugeteilt. 

Durch die Fünf-Elemente-Theorie können Zusammenhänge und Beeinflussungen besser erfasst werden.

Die Meridiane


In jedem Körper gibt es 12 Haupt-Meridian-Paare, sowie 8 ausserordentliche Meridiane.  Ein Meridian ist eine Leitbahn, in der Qi fließt und somit das Organ und deren zugehörigen Strukturen nährt. Man vermutet, dass Meridiane in der embryonalen Entwicklung entstanden sind und Gewebe des Organs und des zugehörigen Meridians gleiche Keimzellen haben und somit auch die Verbindung zum Gehirn die selbige ist. Somit könnte auch die Wirkung der Arbeit über Meridiane (Akupunktur, TuiNa, Qi-Gong usw.) erklärt werden. 

 

Hier ein Beispiel anhand des Magenmeridians: 

Sein Verlauf beginnt unter dem Auge, verläuft über Teile des Gesichts und der Zähne, Schulter, Brustkorb, Bauch, Leiste, entlang des Beines und endet am der zweiten Zehe. Auch hat er einen inneren Verlauf der durch Zwerchfell, Milz-Pankreas und Magen. So können zum Beispiel Muskel-, Gelenk- oder Hautbeschwerden in dem versorgenden Gebiet auftreten. Ebenso wie Störungen in der Qi-Produktion, da dieses Organ ja teilweise auch dafür zuständig ist. Die Emotion des Magens ist die Sorge, so kann übermäßige Sorge den Magen schädigen, oder ein geschädigter Magen zu pathologischer Sorge führen. 

Auf dem Meridian liegen bestimmte Punkte (=Akupunkturpunkte), denen bestimmten Eigenschaften und Funktionen zugeschrieben werden. So sollen Punkte auf dem Magenmeridian Zahnschmerzen ebenso wie Kniegelenksbeschwerden beseitigen, das Gefühl der Sorge bändigen können und die Qi-Produktion verbessern.

 

Durch die Akupunktur soll also der Qi-Fluss positiv beeinflusst werden.

Ebenso durch Akupressur, Akupunktmassage, Schröpfen, TuiNa, Qi-Gong und Moxibustion.