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Der Sommer - und wie du deinen Körper in dieser Jahreszeit unterstützen kannst

Dieses Jahr meint es der Sommer richtig gut mit uns.Die Sonne kitzelt uns wach. Wir verbringen die Nachmittage am See oder im Schwimmbad und die lauen Heiße Abende auf Terasse, Balkon oder in der Stadt. Und zwischendurch ein lautes Sommergewitter. Ich genieße es gerade. Im Sommer will man gar nicht ins Bett, will wach sein, wenn die Sonne wach ist und erinnert sich an die Kindheit, die Sommerferien und die abendliche Schnitzeljagd, bis die Sonne unterging. 

 

Der Sommer wird dem Feuerelement zugeordnet

Zum Feuer gehören die Organe Herz und Dünndarm.

Jetzt ist das kleine Yang des Frühlings in das große Yang des Sommers übergegangen. Feuer bedeutet Dynamik, Leidenschaft, Lebensfreude, wir brennen für etwas und sind begeistert. Dieses Feuer, das da in uns brennt kommt aus unserem Herzen, besser gesagt von unserem Geist Shen (hier liest du mehr dazu). Starke Energien also, die wir hier spüren und mit denen wir gut haushalten sollten. Damit wir nicht ausbrennen und überhitzen, sollten wir gut auf unsere Körpersäfte acht geben. Zeitdruck und Stress schädigen das Feuer. Auch zu viel Hitze kann sich zum Einen im Körper stauen und Beschwerden machen, wie Beklemmungen, schlechtes Atmen.  Zum Anderen verlieren wir durch das viele Schwitzen zu viel Yin, also zu viel an Flüssigkeit und Kühlung. Das merken wir dann daran, dass wir unter starken Hitzegefühlen, Durst und Herzklopfen leiden. Evtl schlafen wir dann schlechter, wachen immer wieder auf, träumen viel und können allgemein schlecht zur Ruhe kommen. 

 

 

 

Das Yin und Yang in Balance halten

Das Yin bewahren: Wichtig dabei ist, dass das viele Schwitzen durch eine verstärkte Flüssigkeitsaufnahme kompensiert wird. Sport sollte am Besten in den Morgenstunden gemacht werden, wenn die Sonne noch nicht zu stark scheint. Wichtig um das Yin zu schonen ist Ruhe: Da wir im Sommer eher später ins Bett gehen und früh geweckt werden, können wir versuchen, mittags eine Erholungspause einzulegen. Wenn möglich in Form eines kleinen Schläfchens oder einer intensiven Phase der Ruhe in Form von Meditation oder bewussten Beiseitelegen der Arbeit. So kann der Körper sich kurz besinnen, der Geist wird wieder ruhiger und das Denken wird uns wieder leichter fallen. Ausreichend Yin ist sehr wichtig um einen ausgeglichenen Organismus zu haben und uns vor totaler Erschöpfung zu schützen.

 

Die Ernährung im Sommer

Paradoxerweise wird im Sommer viel gegrillt. Genau das ist eine Kochweise, an der noch mehr Hitze entsteht, weil es austrocknet. Besser wäre im Sommer Dünsten, Blanchieren, Suppen und Eintöpfe kochen. Als Beilage zum Fleisch oder Grillkäse kann man warme Salate richten,  Gemüsesossen, Hummus oder sonstige eher wärmende Beilagen kreieren. 

Zum Feuerelement gehören die bitteren Lebensmittel wie Rucola, Feldsalat, Radiccio, Rosmarin. Auch die roten Lebensmittel stimulieren das Feuerelement. Und auch die kühleren Lebensmittel wie Couscous, Buchweizen, Radieschen und Minze finden jetzt im Sommer ihren Platz. 

Wenn man sich an regionale und saisonale Gemüse und Obst hält, dann liegt man meist immer richtig. Sie haben die genau abgestimmt Thermik für den Körper.

Im Sommer darf es auch mal ein Yoghurt oder sonstiges abkühlendes sein. Nur gleich am Morgen sollte das warme Frühstück immer noch auf dem Speisplan stehen. 

 


Kokosmilch ist perfekt für den Sommer. Sie stärkt die Mitte, wirkt aber trotzdem kühlend und ergänzt das Yin. 


Was gibt es im Sommer noch zu beachten?

Baden im See ist eine wunderbare Abkühlung bei diesen heißen Temperaturen und gehört unbedingt dazu. Aber nachdem du aus dem Wasser kommst, ist es tatsächlich wichtig, dass du deine nasse Badekleidung ausziehst. Ansonsten kann Feuchtigkeit in den Körper eindringen und deine Milz (also dein Verdauungsorgan und dein Hauptorgan, um Qi zu produzieren) darunter leiden. Frieren ist schlecht, vor allem Kinder sollte man nach dem Baden ausziehen, gut warm einpacken und das Eis dann auf später verschieben.

Ja, das liebe Eis. An jeder Ecke wird man verführt, sich eine Eis zu kaufen. Und es ist für den ersten Moment auch eine scheinbar gute Abkühlung. Auf Dauer aber (und damit meine ich, wenn du jeden Tag ein Eis isst), wird es deinen Körper zu stark abkühlen und verschleimen und deinen Körper an der Qi-Produktion stören. Genieße das Eis also nur an manchen Tagen und lass es so eine ganz besondere Erfrischung sein. Eine gute Alternative ist auch selbstgemachtes Eis mit der Süße aus Bananen, Früchten und Datteln. So ist der Zucker schonmal ein wenig reduziert. 

 

 

Hast du noch Fragen zum Artikel oder ist etwas unklar? Schreibe mir gerne einen Kommentar oder eine Email. 

 

Alle Liebe und bis bald, Deine Anita 


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Sommer, TCM, 5-Elemente, Yin, Yang, Feuer, Herz, Schlaf

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