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Waldpilzrisotto

Dieser Spätsommer beschenkt uns mit unendlich vielen Waldpilzen. Meine Favoriten sind die Pfifferlinge und die Steinpilze und genau aus diesen Schwammerl haben wir ein feines Pilzrisotto gemacht. Der Lauch im Rezept gibt noch eine gewisse Schärfe dazu, was jetzt im Herbst wichtig ist, um uns vor anfliegenden Erregern zu schützen. 

 

Die Pilze können ihre volle Wirkung am Besten entfalten, wenn sie gekocht werden und nicht angebraten. Eine Suppe oder eben dieses Risotto eignet sich hier sehr gut. 

 

Das brauchst du dazu (für 2 Personen): 

  • 250g gemischte Waldpilze
  • 200g Risottoreis
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL getrocknete Steinpilze
  • 1/2 TL getr. Thymian
  • ca. 100 ml Weißwein
  • ca. 600 ml Gemüse- oder Fleischbrühe (je nach gewünschter Konsistenz)
  • 3 EL geriebenen Käse (nach Wahl, klassisch eher Parmesan)
  • Schuss Schlagsahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • etwas Lauch

Und so wirds gemacht: 

 Die Zwiebel und die Knoblauchzehe fein hacken, die Pilze in kleine Stücke schneiden.

Die getrockneten Steinpilze etwas zerkleinern. Den Reis waschen und abtropfen lassen. In einem großen Topf die Brühe aufsetzen und zum kochen bringen.

In einem zweiten großen Topf die Zwiebeln in etwas Olivenöl glasig dünsten, Knoblauch, Thymian, getr. Steinpilze sowie 2/3 der Pilz dazu geben und kurz mitdünsten.

Den Reis ebenfalls etwas andünsten. Das Ganze mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen und kurz einköcheln lassen.

Die Brühe könnte man in einem zweiten Topf daneben stehen haben, sie sollte in etwa die gleiche Temperatur aufweisen wie der Reis.

Mit ein bis zwei Schöpfkellen Brühe den Reis jetzt aufgießen und anschließend gut verrühren.

Die Hitze reduzieren und immer wieder Brühe nachgießen, wenn wenig oder keine Flüssigkeit im anderen Topf ist. Immer schön rühren!

Das solange wiederholen bis die gewünschte Konsitenz erreicht ist.

Kurz vor Ende der Garzeit, die restlichen Pilze scharf anbraten und unter das Risotto mischen.

Zum Schluss mit Sahne, Salz und Pfeffer abschmecken, hier kann auch die Konsistenz nochmal nachjustiert werden.

Den Käse kann man auch direkt in das Risotto geben oder zum Schluss über den Teller reiben.

Den Lauch in Ringe schneiden und kurz in einer Pfanne erwärmen und auf das Risotto geben. 


Und hier noch die Wirkung der einzelnen Pilze aus Sicht der TCM

 

 

Pfifferlinge: tonisieren Qi und Blut, befeuchten trockene Haut und Schleimhäute

Steinpilze: klären den Körper von Hitze (z.B. bei einer Grippe, Fieber), tonisieren das Milz-Qi und helfen Feuchtigkeit umzuwandeln

Champignons: tonisiert Milz- und Magen-Qi (Kraftlosigkeit, Infektanfälligkeit, Appettilosigkeit), befeuchtet und wandelt Schleim um. Auch bei Husten zu empfehlen, da sie das Lungen-Qi nach unten lenken sollen.

Mu-Er-Pilze: tonisieren Blut und Qi, kühlt Blut-Hitze (z.B. Neurodermitis, Psoriasis)

Shitake-Pilze: tonisiert Milz- und Magen-Qi sowie Leber-Yin

Die meisten Pilze tonisieren zwar dein Qi und Blut, können aber bei übermäßigen Verzehr für eine schwache Verdauung belastend wirken.


(Quelle: Heilpilze aus China von Inge Werner)

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