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Wie du dein Kind mit der 5-Elemente-Ernährung unterstützen kannst

Wer sich einen kleinen Überblick schaffen will, kann sich hier und hier einlesen.

 

Fast jeder der Kinder hat, kennt das Problem, dass mit Vorliebe die Beilagen gegessen werden, das Gemüse wird aber oft stehengelassen oder in roher Form bevorzugt.

Gerade bei Kindern ist der Verdauungstrakt noch nicht reif, die Milz als Verdauungsorgan braucht viel Wärme um das Gegessene zu verarbeiten und umzuwandeln. Diese Wärme sollten wir in Form von warmen Speisen, dafür wenig Süssigkeiten und wenig Brotmahlzeiten zuführen.

Gar nicht so einfach, denn wer Kinder hat, der weiss, dass sie genau diese Lebensmittel bevorzugen. Sagt man doch, dass Kinder wissen was ihnen gut tut.

Wissen sie auch. Sie wollen den süssen Geschmack, um ihre Milz und ihr Qi zu stärken. Schnell verlernt der Körper aber, dass die echte Süsse aus Getreiden und Gemüsen kommt und nicht von Kuchen, Breze und co. Durch die stark gezuckerten Lebensmittel gewöhnt sich der Körper schnell an den intensiven Geschmack. Wir können versuchen die Kinder wieder umzugewöhnen. Schritt für Schritt und ohne Zwang.

 

3x am Tag kochen?

Das muss nicht sein. Mit ein wenig Planung und Vorarbeit ist man schnell bei drei warmen Mahlzeiten.

  • Beginne den Tag mit einem süssen Getreidebrei. Polenta, angerührt mit Wasser und Kokosmilch. Griessbrei mit Reismilch (dann benötigst du auch keinen Zucker) oder Milchreis, angerührt mit Hafermilch und verfeinert mit Zimt und Honig. Buchweizenwaffeln, Rührei oder ein einfaches Bauernomelette wenn Kartoffeln vom Vortag übrig sind. Das ist nach etwas Gewöhnung schnell zubereitet und auch kostengünstiger als Brot und Aufschnitt.
  • Im Winter kann die Obstbrotzeit statt mit rohen Obststücken als Kompott oder Mus gegeben werden. Brot kann getoastet werden, um den verschleimenden Aspekt zu mildern.
  • Zur Pause in KiGa und Schule kann gut Polenta in Form von Schnitten oder Muffins verarbeitet werden. Griessbrei (evtl vom Frühstück) mit Fruchtmus im Glas, aber auch das Mittagessen vom Vortag enthält noch Wärme. Und wenns mal eine Brotzeit wird, dann das getoastete (Toast-) Brot bevorzugen.
  • Mittags kann man einfach eine Portion mehr kochen, damit abends nochmal davon gegessen werden kann. Oder aber du kochst viele Portionen Suppe, die dann tiefgefroren oder eingeweckt im Kühlschrank ohne viel Aufwand warm gemacht werden kann.
  • Drei mal am Tag warm zu essen, ist im Alltag nicht immer möglich. Solange aber der Hauptteil der Mahlzeiten nicht aus Brot und Rohkost besteht, ist schon ein grosser Schritt gemacht.
  • Und die Sache mit dem Gemüse.... Manchmal hilft es zu tricksen, und das Gemüse als Suppe oder Pflanzerl anzubieten. In Frankreich gibt man das gekochte Gemüse auch als Vorspeise, wenn der Hunger am grössten ist. Das klappt bei uns wunderbar. 

 

Warum wirkt sich das warme Essen auf mein Kind positiv aus?

Wird das Kind in der Milzfunktion und somit Qi-Produktion gut unterstützt, wirkt sich das auf das Immunsystem aus. Erkältungen sollten dann weniger vorkommen oder zumindest schneller abklingen. Auch die allgemeine Vitalität und Konzentration kann sich verbessern.

Ebenso soll die Blutproduktion (chinesisch gesehen) dadurch besser werden und das kann sich positiv auf Belastbarkeit, Stimmung und Schlaf auswirken.

 

Da Kinder anfällig sind, unter Hitze oder Kälte zu leiden, solltest du mit stark wärmenden Gewürzen, ebenso mit Milch, Yoghurt und Bananen vorsichtiger umgehen.  Ab und zu ein Yoghurt schadet nicht, am besten aber nicht zum Frühstück, erst nachdem das Kind warm gegessen hat und auf keinen Fall bei bestehender Erkältung. Milch ist chinesisch gesehen verträglicher, wenn sie warm und mit Honig und ungesüssten Kakao getrunken wird. Auch ein Stück Ingwer lässt die kühlende Wirkung abmildern.  Milch sollte aber trotzdem nicht täglich und in grossen Mengen verzehrt werden, und ebenfalls bei Erkältung mit Schleimbildung gemieden werden. 

Gewürze und Salz eher zurückhaltend einsetzen, damit das (Klein-)Kind die natürlichen Geschmäcker entdecken kann. 

 

Wie immer sind diese Tipps eine Unterstützung und ersetzten keine individuelle Beratung und Behandlung.

 

Eine kleine Starthilfe...

...soll mein Polentamuffin Rezept sein. Sie sind schnell gemacht und werden von Kindern alleine schon wegen ihres Namens gerne gegessen.


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5-Elemente-Ernährung, Kind, TCM

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