· 

Der Frühling - und wie du deinen Körper in dieser Zeit unterstützen kannst

Man hört die Vögel wieder zwitschern, verbunden mit dem Duft von frischer Erde, einer warmen Brise, die einem um die Nase weht und es kribbelt ein bisschen im Bauch.... 

Ok, ganz so ist es ja noch nicht, aber der Frühling kommt nun wirklich bald. Wir warten ja schon so sehnsüchtig, dass es wieder farbenfroher und wärmer wird. 

Wie der Frühling in der TCM gesehen wird und wie du deinem Körper helfen kannst, aus dieser Jahreszeit die volle Kraft zu schöpfen, will ich dir heute erklären: 

 

Der Frühling wird dem Holz-Element zugeordnet

Das große Yin des Winters ist jetzt in das kleine Yang übergegangen. Jeder von uns wird jetzt Energien spüren, die uns zu mehr Tatendrang verhelfen. Wir haben das Bedürfnis rauszugehen, umzuräumen, den Garten auf Vordermann bringen und unsere Visionen sollen doch endlich in Taten umgesetzt werden. 

 

 

Der Frühling gehört dem Holzelement an.

Zum Holzelement gehören die Organe Leber und Gallenblase

Holz steht für Wachstum, für aufsteigende Energie. Wir sind unternehmungslustiger, haben wieder Lust in Beziehung zu treten, uns auszutauschen. Die Wanderseele Hun wird wieder aktiver. Zu Beginn des Frühlings wird unsere Energie noch etwas Hilfe brauchen, aus ihrem Winterschlaf zu kommen. Bewegung hilft uns dabei, ebenso wie die Ernährung, die im nächsten Abschnitt beschrieben wird. 

Zum Ende des Frühlings, aber auch wenn schon zu viel warme Energie vorhanden ist, ist hier Vorsicht geboten.. Ein Frühjahrsputz kann so schnell in einem Wutanfall enden. Die Energie die jetzt vorhanden ist, kann sich schnell in Hitze verwandeln und zu sehr aufsteigen. Migräne-Patienten können jetzt schneller eine Attacke bekommen. Das PMS kann ausgeprägter sein und Reizbarkeit wird verstärkt auftreten. Wir können aber vorbeugend handeln, indem wir uns bewegen, aber weiterhin ruhig und nicht zu ausgiebig, damit auch hier keine Hitze entsteht. Es kann sein, dass das Leberblut über den Winter hinweg geschwächt worden ist, vor allem wenn nicht schon im Herbst für ausreichend Puffer gesorgt wurde. Auch dann entsteht schneller Hitze im Körper, weil das Blut jetzt die Funktion des Kühlens nicht mehr so gut ausführen kann.  Symptome wie Reizbarkeit, depressive Verstimmung, Migräne, Tinnitus, trockene Augen, trockene Haut, Muskelverspannungen und traumgestörter Schlaf können von zu wenig Leberblut kommen. 

 

Lebensmittel im Frühling

Der Speiseplan wird jetzt wieder bunter.  Dem Holzelement werden grüne und saure Lebensmittel zugeordnet. Diese Lebensmittel sind angezeigt, wenn wir die Leberenergie entfachen und stärken wollen.

Das Leberblut lässt sich gut mit grünem Blattgemüse und wie immer mit warmen Essen gut aufbauen und stabilisieren. Speziell blutaufbauende Lebensmittel sind: Aprikosen, Datteln, Eigelb, Heidelbeere, Himbeere, Hühnerfleisch (am Besten als Brühe),  Kirsche, Kichererbse, Linse, Pinienkerne und  grüne Lebensmittel wie Feldsalat, Spinat, Rande, Broccoli, Federkohl. 

Da schon im Winter für ausreichend Blut gesorgt werden sollte, kannst du auch im Winterpost nochmal den Blutaufbau nachlesen. 

Über scharfe Lebensmittel (Metall) lässt sich die Holzenergie kontrollieren. So können scharf-kalte Lebensmittel wie die Pfefferminze, Radieserl, weißer Rettich und Kresse die Leber entspannen und erfrischen. Das hilft bei Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen. 

 


Hirse-Gemüse-Auflauf zum Blutaufbau - Rezept findest du hier


Emotionaler Aspekt

Die Emotion der Leber ist die Wut. Wut lässt das Yang nach oben steigen und verursacht dann Tinnitus, Hitze im Kopf, Kopfschmerzen und das Bedürfnis zu schreien. Wir Wut nicht entladen, sondern unterdrückt, richtet sich die Energie nach innen und schadet dem Qi-Fluss. Die Kunst ist es, gar nicht erst Wut entstehen zu lassen. Gelassenheit ist das Zauberwort. Aber das ist ganz und gar nicht immer so einfach. Ausreichend Bewegung, Achtsamkeitsübungen, einen Ausgleich schaffen. So können wir versuchen unseren Qi-Fluss zu harmonisieren. 

Zur Gallenblase gehört der Mut. Der Mut unsere Visionen (welche von der Leber kommen) umzusetzen. Ist die Gallenblase schwach, dann sind wir im Umkehrschluss mutlos und wagen uns nicht an neue Abenteuer. 

 

Mehr zur Leber und ihrem geistigen Aspekt, der Wanderseele Hun, kannst du hier nachlesen. 

 

Akupunktmassage bei aufsteigendem Leber-Yang 

Wenn du merkst, dass deine Leberenergie nach oben steigt, also reizbar, genervt und ungeduldig bist, oder Kopfschmerzen und Tinnitus sich bemerkbar machen, kannst du mit Hilfe der Akupressur die Energie wieder nach unten lenken.  

 Der Punkt Leber 3 - Tai Chong befindet sich auf dem Fussrücken, zwischen den Sehnen des 1. und 2. Zehs. Dort wo sich die beiden Knochen treffen, befindet sich in der Tiefe der Punkt. Du wirst ihn wahrscheinlich als etwas schmerzhaft empfinden.Der Punkt darf stark stimuliert werden, indem mit dem Daumen fest darauf gepresst wird und kreisförmig bewegt wird.  Am Besten mit der Ausatmung. Bei der Einatmung pausieren und das Ganze ca. 5-10 mal wiederholen. 


Ich hoffe ich konnte dir mit diesen Tipps etwas helfen. Falls du Fragen hast, schreibe gerne in den Kommentaren oder eine Email. 

 

Alles Liebe und bis bald, deine Anita 


Pin es auf Pinterest: 

TCM, Frühling, Blutaufbau, Wut, Mut, Leber, Gallenblase, 5-Element-Ernährung

Kommentar schreiben

Kommentare: 0