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Was tun nach einer Antibiotikabehandlung?

Dieses Jahr hat es viele ganz heftig und lange erwischt. Auch ich war jetzt im Frühjahr leider dran und so musste ich Antibiotika einnehmen. Doch, wie die meisten wissen, gehen dabei nicht nur die krankmachenden Bakterien zu Grunde, sondern auch unsere wertvollen Darmbakterien. 

 

Nach der westlichen Ansichtsweise sind jetzt die Bakterienkulturen aus Yoghurt und Co sehr zu empfehlen. Aber die TCM rät ja von Milchprodukten ab, vor allem wenn jetzt der Verdauungstrakt geschwächt ist.  Was also tun?

 

Die chinesische Ansichtsweise

Die Symptome, die man mit einer schwachen Darmschleimhaut hat, entsprechen dem Bild eines Milz-Qi-Mangels: Durchfall, Bauchschmerzen, Unverträglichkeiten, Blähungen und eine zusätzliche Anfälligkeit für weitere Infektionen (die Darmschleimhaut ist unsere größte Fläche im Körper und ist für unser Immunsystem sehr ausschlaggebend). Es kann aber auch sein, dass sich etwas Hitze im Darm entwickelt hat, das merkt man an Stuhlgängen, die arg stinken und schmerzhaft sind. 

 

Zu empfehlen ist: 

  • Wie immer ein warmes Frühstück. Das lässt unser Verdauungsfeuer brennen und gibt uns Energie. Die Milz wird geschont, da sie nicht zusätzlich den Nahrungsbrei aufwärmen muss. 
  • auf Milchprodukte, Bananen, Süßigkeiten, gesüßte Säfte, zu viele Brotmahlzeiten und Rohkost jetzt noch mehr verzichten. Diese Lebensmittel verschleimen und kühlen ab und bedeuten Mehrarbeit für unsere Verdauung. 
  • Wenn du Yoghurt isst, dann bitte nur in geringen Mengen, also nur als kleine Beigabe in Form von ein paar Löffeln. Auch empfehle ich dann eher den Schafsjoghurt, der wirkt nicht so stark abkühlend. 
  • Vermeide jetzt kalte Getränke und Mineralwasser. 
  • Nahrungmittel die besonders zu empfehlen sind wären: 
    • Kuzu. Kuzu ist ein Bindemittel und ist im Reformhaus oder Bioladen erhältlich. Du kannst damit eine Kur machen und dir über ca. 10 Tage  jeden Tag ein Glas kaltes Wasser mit 1 EL Kuzu mischen und trinken. Mehr zu Kuzu kannst du in diesem Artikel meiner Kollegin Stephanie Schattauer lesen.
    • Misopaste (dunkel, da die helle Paste abkühlend wirkt): Auch gut als Suppe mit Gemüseeinlage zum Frühstück oder einfach zum Würzen. Miso wirkt Blut- und Qi-tonisierend, entgiftet und leitet Feuchtigkeit aus.
    • Birne: leitet Hitze aus, reguliert den Stuhlgang, tonisiert das Yin
    • Gerste und Dinkel: tonisieren das Qi und leiten Nässe aus. 
    • Schwarzwurzel: tonisiert das Qi und das Blut. Schwarzwurzel kann aber Blähungen auslösen, die du jetzt vielleicht eh schon vermehrt hast. Hilfreich ist es die Wurzel mit Algen zu kochen. 
    • Dill: tonisiert das Qi und leitet Nässe aus. Gut bei Blähungen und Koliken. 
    • Knoblauch: wärmt, tonisiert Qi, leitet Nässe aus und entgiftet. 
    • Leinsamen: bauen Qi und Yin auf, gut also bei trockenen Stuhlgang und Verstopfung. Auch bei Hitze im Blut (Neurodermitis, Psoriasis) zur äußerlichen Anwendung. 
    • Linsen: tonisieren Qi und die Essenz, regulieren den Stuhlgang, leiten Nässe aus. In der Schwangerschaft sehr zu empfehlen. 
    • Kopf- und Eisbergsalat. wirken eher kühl und sind gut um Hitze auszuleiten. 
    • Zitrone: baut Qi auf und eliminiert Hitze. 

Hier noch ein Rezept für eine Schwarzwurzel-Birnen-Suppe,  um deine Darmflora zu unterstützen: 


Falls es dich ebenfalls erwischt hat, wünsche ich Dir gute Besserung und gutes Gelingen.  

 

Hast du noch andere Tipps oder Erfahrung mit bestimmten Lebensmitteln gemacht? Schreib sie gerne hier unten in den Kommentaren. 

 

Bis bald und alles Liebe, deine Anita 


Kein Heilversprechen: Grundsätzlich soll bei keinem meiner Artikel der Eindruck erweckt werden, dass diesen ein Heilversprechen meinerseits zugrunde liegt, oder, dass Linderung oder Besserung eines Krankheitszustandes garantiert oder versprochen werden kann


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